Vertrauen - Leben - Tod

20.09.2020

Ich habe gestern diese kleine Geschichte des Schriftstellers und Psychologen Henri J. M. Nouwen kennengelernt und möchte sie gern mit Dir teilen.
Die meisten Menschen stellen sich die Frage, ob es ein Leben nach dem Tod gibt.
Mich haben diese Zeilen sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Auch sehe ich Parallelen zum Hier und Jetzt.
Sehr oft, habe ich leider schon beobachtet, wie Menschen ein Leben in einer Welt voller Begrenzungen führen. Anstatt wahrzunehmen und zu fühlen und sich für neue Möglichkeiten und Chancen zu öffnen.


Für mich als begeisterte Reikiheilerin, Schamanin und Erfahrende und Praktizierende der Energiemedizin, weiß ich, dass es mehr gibt, obwohl man es nicht sehen kann.
Ich bin froh, dass ich vor über 20 Jahren Reiki eine Chance gegeben und es ausprobiert habe.
Das war ein wichtiger Lebens-Wendepunkt für mich.


Aber lies diese wunderbare Geschichte selbst. Vielleicht bewegt sie Dich auch und schenkt Dir mehr Bewusstsein.


Dialog der Zwillinge im Mutterleib
Die Schwester sagte zu ihrem Bruder: "Ich glaube an ein Leben nach der Geburt!" Ihr Bruder erhob lebhaft Einspruch: "Nein, nein, das hier ist alles. Hier ist es schön dunkel und warm, und wir brauchen uns lediglich an die Nabelschnur zu halten, die uns ernährt."
Aber das Mädchen gab nicht nach: "Es muss doch mehr als diesen dunklen Ort geben; es muss anderswo etwas geben, wo Licht ist und wo man sich frei bewegen kann." Aber sie konnte ihren Zwillingsbruder immer noch nicht überzeugen. Dann, nach längerem Schweigen, sagte sie zögernd: "Ich muss noch etwas sagen, aber ich fürchte, du wirst auch das nicht glauben: Ich glaube nämlich, dass wir eine Mutter haben!"


Jetzt wurde ihr kleiner Bruder wütend: "Eine Mutter, eine Mutter!", schrie er. "Was für ein Zeug redest du denn daher? Ich habe noch nie eine Mutter gesehen, und du auch nicht. Wer hat dir diese Idee in den Kopf gesetzt? Ich habe es dir doch schon gesagt: Dieser Ort ist alles, was es gibt! Warum willst du immer noch mehr? Hier ist es doch alles in allem gar nicht so übel. Wir haben alles, was wir brauchen. Seien wir also damit zufrieden."


Die kleine Schwester war von dieser Antwort ihres Bruders ziemlich erschlagen und wagte eine Zeitlang nichts mehr zu sagen. Aber sie konnte ihre Gedanken nicht einfach abschalten, und weil sonst niemand da war, mit dem sie hätte darüber sprechen können, sagte sie schließlich doch wieder: "Spürst du nicht ab und zu diesen Druck? Das ist doch immer wieder ganz unangenehm. Manchmal tut es richtig weh."
"Ja", gab er zur Antwort, "aber was soll das schon heißen?" Seine Schwester darauf: "Weißt du, ich glaube, dass dieses Wehtun dazu da ist, um uns auf einen anderen Ort vorzubereiten, wo es viel schöner ist als hier und wo wir unsere Mutter von Angesicht zu Angesicht sehen werden. Wird das nicht ganz aufregend sein?" ✨